Viele Eigentümer wissen, dass am eigenen Haus energetisch etwas passieren müsste. Unklar ist aber oft, womit man anfängt: Dach dämmen, Fenster tauschen, Heizung erneuern oder doch erst die Fassade? Genau an dieser Stelle hilft ein individueller Sanierungsfahrplan.
Der iSFP ist keine lose Ideensammlung, sondern eine strukturierte Energieberatung für Wohngebäude. Das Gebäude wird betrachtet, der energetische Zustand eingeordnet und daraus werden sinnvolle Maßnahmenpakete entwickelt.
Was steht in einem iSFP?
Ein Sanierungsfahrplan beschreibt den aktuellen Zustand des Gebäudes und zeigt, wie sich die energetische Qualität Schritt für Schritt verbessern lässt. Typische Inhalte sind:
- Bewertung von Gebäudehülle, Heizung, Warmwasser und Lüftung
- konkrete Maßnahmen wie Dämmung, Fenstertausch, Heizungsoptimierung oder Heizungstausch
- sinnvolle Reihenfolge der Maßnahmen
- grobe Investitionskosten, Energieeinsparung und mögliche Fördermittel
- eine verständliche Zusammenfassung für Eigentümer
Der große Vorteil: Sie müssen nicht alles sofort umsetzen. Der iSFP ist gerade dafür gedacht, Sanierungen planbar zu machen. Einzelne Schritte können zeitlich gestaffelt erfolgen.
Wann lohnt sich ein Sanierungsfahrplan?
Ein iSFP lohnt sich besonders, wenn mehr als nur eine kleine Einzelmaßnahme ansteht oder wenn noch nicht klar ist, welche Maßnahme zuerst kommen sollte. Gerade bei älteren Ein- und Zweifamilienhäusern kann eine falsche Reihenfolge später teuer werden. Ein Beispiel: Werden erst neue Fenster eingebaut und die Fassade bleibt ungedämmt, müssen Wärmebrücken und Lüftungsverhalten sauber betrachtet werden.
Auch bei geplanten Förderanträgen ist der iSFP hilfreich. Er schafft eine fachliche Grundlage und kann bei bestimmten Effizienz-Einzelmaßnahmen den Zugang zum iSFP-Bonus ermöglichen.
Wie wird der iSFP gefördert?
Die Energieberatung für Wohngebäude wird über das BAFA gefördert. Für Ein- und Zweifamilienhäuser beträgt der Zuschuss 50 Prozent des förderfähigen Beratungshonorars, maximal 650 Euro. Bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten liegt der maximale Zuschuss bei 850 Euro.
Wichtig ist: Eine geförderte Energieberatung muss von zugelassenen Energieeffizienz-Experten durchgeführt werden. Nur korrekt erstellte iSFP können später Grundlage für den iSFP-Bonus bei förderfähigen Einzelmaßnahmen sein. Bei vielen Effizienzmaßnahmen an Gebäudehülle, Anlagentechnik oder Heizungsoptimierung erhöht der iSFP den Zuschuss um 5 Prozentpunkte und kann die förderfähigen Kosten von 30.000 Euro auf 60.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr anheben.
Ablauf: So entsteht der Sanierungsfahrplan
- Erstgespräch: Ziele, Gebäudealter, vorhandene Unterlagen und grobe Fragestellungen werden geklärt.
- Vor-Ort-Termin: Gebäudehülle und Anlagentechnik werden aufgenommen.
- Berechnung: Der energetische Zustand wird bilanziert und Maßnahmen werden entwickelt.
- Auswertung: Sie erhalten den Fahrplan und eine verständliche Erläuterung der nächsten Schritte.
Was Eigentümer in Hannover beachten sollten
In Hannover und Umgebung gibt es viele Gebäude aus Baujahren, bei denen energetische Maßnahmen grundsätzlich sinnvoll sein können: ungedämmte Dächer, ältere Fenster, alte Heizkörper oder Heizungsanlagen, die nicht mehr zum heutigen Bedarf passen. Trotzdem gilt: Pauschale Empfehlungen helfen selten. Entscheidend ist immer das einzelne Gebäude.
Ein guter Sanierungsfahrplan priorisiert deshalb nicht die Maßnahme, die gerade am populärsten ist, sondern die Maßnahme, die zum Haus passt.
Sie möchten wissen, ob ein iSFP für Ihr Haus sinnvoll ist?
Ich prüfe mit Ihnen kurz die Ausgangslage und sage Ihnen, ob ein Sanierungsfahrplan der passende nächste Schritt ist.
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